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Strukturen sollen nun Früchte tragen

Nachdem die Duravit in den fünf Jahren bis 2008 ihren Umsatz verdoppeln konnte, musste der Badhersteller im Jahr 2009, geprägt von der weltweiten Wirtschaftskrise, eine unfreiwillige „Wachstumspause“ einlegen und verzeichnete erstmals einen Umsatzrückgang. In den internationalen Märkten, sowohl innerhalb als auch außerhalb der EU, ging der Umsatz im Konzern ein- bis zweistellig zurück. Auch in Deutschland verzeichnete die Duravit AG einen leichten Umsatzrückgang. In Summe ging der Umsatz im Konzern um 12,6 % zurück und lag in 2009 bei insgesamt 292,7 Mio. Euro.
Trotz des Umsatzrückgangs konnte der Badhersteller mit Sitz in Hornberg im Schwarzwald 2009 erneut ein großes Paket an Zukunftsinvestitionen realisieren. So stellt die Duravit ihr neues Werk in Indien fertig, eröffnete Showrooms in Ägypten sowie in Tunesien und erweiterte das Zentrallager in Achern um ein komplettes neues Hochregallager. Mit der Gründung einer eigenen Vertriebsgesellschaft in Australien investierte Duravit außerdem in lokale Präsenz mit Blick auf die gesamte ozeanische Region. Parallel dazu wurde auch in Südafrika eine Vertriebsgesellschaft aus der Taufe gehoben.
Angesichts der weltweiten Krise hat Duravit auch im Entwicklungstempo nicht nachgelassen, sondern das Tempo noch gesteigert. Das Ergebnis waren unter anderem Produkte, die sogar neue Geschäftsfelder bedeuteten. So brachte Duravit 2009 neben einer kompletten, neuen Keramikserie erstmals auch eine Sauna sowie Pools und keramische Küchenspülen auf den Markt. Darüber hinaus hielt Duravit die Personalstrukturen stabil und passte sie nicht dem Grad des Rückganges an. 2009 verzeichnete die Duravit-Gruppe weltweit rund 5.200 Mitarbeiter.
Wesentliche Absatzmärkte in 2009 waren unverändert Mitteleuropa, hier besonders Deutschland, Italien, Spanien, United Kingdom und Frankreich sowie die USA, der Nahe Osten und ausgewählte Länder Asiens. Der überwiegende Teil des Umsatzes wurde im Euro-Raum erzielt; der internationale Anteil am Umsatz lag im Duravit Konzern bei insgesamt 75,1 %.
Insgesamt operiert Duravit mit 27 Beteiligungs-gesellschaften und ist in über 90 Ländern präsent. Die Produktion erfolgt an mehreren nationalen und internationalen Standorten: Hornberg, Schenkenzell, Meißen (Deutschland), Bischwiller (Frankreich), Kairo (Ägypten), Istanbul (Türkei), Chongqing (China) und Bizerte (Tunesien).
Nachdem Duravit in 2009 trotz Krise investiert hat, steht das Jahr 2010 im Zeichen der Konsolidierung. „Alles, was wir 2009 in die Strukturen gesteckt haben, soll nun Früchte tragen und profitabel umgesetzt werden. Deshalb haben wir für 2010 bereits wieder ein Umsatzplus geplant“, berichtet Vorstandsvorsitzender Franz Kook. Von einer umfangreichen gesamtwirtschaftlichen Erholung geht er allerdings noch nicht aus.
Als wichtige Herausforderung für die weitere Zukunft stuft der Vorstandsvorsitzende die „immer größer werdende Komplexität des Bades“ ein. So sei der einst triste Funktionsbereich heute nicht nur wohnlich eingerichtet, sondern werde zur „Relaxzone für Wohlfühlerlebnisse unterschiedlichster Art“. Franz Kook: „Mit dieser Entwicklung des Bades hin zum ‚private spa’ ziehen immer leistungsfähigere Produkte in das Bad ein und sorgen für einen ganz neuen Grad an Komfort, der weit über Duschen, Baden und Zähneputzen hinausgeht. Wo früher ein beleuchteter Spiegelschrank schon ein technologisches Highlight war, sind heute Motoren, Steuerungen, Speicherkarten und Fernbedienungen aus einem modernen Bad nicht mehr wegzudenken.“
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