Zurück
News
Company
Reibungsloser Ablauf weltweiter Lieferungen
Thomas Braig, Leiter Konzernlogistik und Geschäftsführer der Duralog Duravit Logistik und Franz Kook, Vorstandsvorsitzender der Duravit AG
Durch die Zusammenarbeit mit international renommierten Designern wie Philippe Starck, Norman Foster, Sieger Design, EOOS oder Phoenix Design hat sich Badhersteller Duravit international einen Namen gemacht. Baddesign Marke Duravit geht heute in über 90 Länder der Welt. Dadurch ist das Unternehmen stark gewachsen: in fünf Jahren hatte sich der Umsatz verdoppelt. Die größten Zuwachsraten erzielte Duravit dabei im Ausland; dieses Wachstum stellte auch an die Logistik höchste Anforderungen. Die Duralog Logistik GmbH in Achern ist mit derzeit 80 Beschäftigten und ihrem Logistikzentrum als 100-prozentige Tochter von Duravit für den reibungslosen Ablauf der weltweiten Lieferungen zuständig. Vor drei Jahren wurde das Logistikzentrum bereits um 50 Prozent erweitert. Jetzt investierte der Hersteller erneut eine Summe in zweistelliger Millionenhöhe und eröffnete am 29. Januar in Achern ein neues, vollautomatisiertes Hochregallager.
Verzahnt wie ein Uhrwerk
Mit einer Größe von 105 x 51 Metern bei einer Höhe von 26 Metern bietet dieses neue Gebäude Platz für 20.000 Paletten. Über 200 Paletten können seine automatischen Regalbediengeräte pro Stunde umschlagen. Eine zehn Meter hohe Brücke, die tief ins bestehende manuelle Lager hineinläuft, vernetzt den Neubau mit der Gesamtlogistik. Auf der Brücke transportiert eine fast 270 Meter lange Förderanlage automatisch die Paletten zwischen den Lagerbereichen. Das bestehende manuelle und das neue automatische Lager arbeiten so wie ein Uhrwerk zusammen. Zur Optimierung der Transportlogistik installierte Duralog außerdem ein LKW-Leitsystem, das im Sinne eines 24-Stunden-Handlings automatisch die optimale Zuteilung der Verladetore übernimmt. „Ohne ständige weltweite Verfügbarkeit aller Produkte, höchste Liefertreue und effektiven Service hätte Duravit die Auslandsmärkte nicht so schnell erobern können. Der Vertriebserfolg ist für uns also auch ein Logistikerfolg“, erläuterte Thomas Braig, Leiter Konzernlogistik und Geschäftsführer der Duralog Duravit Logistik. Aufgabe seines Teams war es, die Logistikorganisation ganzheitlich weiterzuentwickeln.
Investitionen durch Eigenkapitalquote
„Dieses neue Lager ist für die gesamte Duravit-Gruppe eine wichtige Voraussetzung dafür, dass wir auch im Kundenservice weiter den ersten Platz einnehmen“, berichtete Franz Kook, Vorstandsvorsitzender der Duravit AG, bei der Eröffnung: „Wenn man sieht, dass um uns herum in ganz Europa Werke geschlossen werden, sind wir natürlich besonders froh, dass wir in der Position sind, solche Investitionen zu tätigen.“ Hier kommt Duravit die gute Eigenkapitalquote zugute. Die Aktionäre entnehmen seit Jahren nur eine kleine Dividende, so dass 90 % des Ergebnisses im Unternehmen für weitere Investitionen verbleiben. Dadurch konnte der Hersteller z.B. in 2009 auch den Bau eines neuen Werkes in Indien fertigstellen sowie in Ägypten und Tunesien neue Ausstellungen eröffnen. „Insgesamt soll nun alles, was wir in 2009 in die Strukturen gesteckt haben, Früchte tragen und profitabel umgesetzt werden“, kündigte Kook an. Deshalb hat der Vorstand für 2010 bereits wieder ein kleineres Umsatzplus geplant. In 2009 dagegen habe das Unternehmen unfreiwillig eine „Wachstumspause“ eingelegt und müsse erstmals einen Umsatzrückgang verzeichnen. Dennoch will Duravit seine Personalstrukturen stabil halten und nicht dem Grad des Umsatzrückganges anpassen. „Denn“, so Franz Kook: „Sobald es wieder ein bisschen aufwärts geht, wollen wir ‚ready’ sein ‚for take off’.“
Design nach innen und außen gelebt
„Die Wirkung eines Unternehmens und seiner Marke ist heutzutage ein entscheidender Erfolgsfaktor im Wettbewerb. Während sich die Kommunikationsgewohnheiten rasant verändern, gilt mehr denn je, sich in der Flut von Informationen positiv von der Masse abzuheben“, berichtet Kook abschließend. Deshalb hat Duravit in den vergangenen Jahren eine konsequente Markenpolitik verfolgt: „Weltweit bauen wir bei all unseren Marktpartnern bis hin zum Endkunden ein einheitliches Unternehmens- und Markenbild voller Klarheit, Vertrauen und Sympathie auf.“ Auch das neue Gebäude sollte mit seinem Erscheinungsbild einen Beitrag dazu leisten und wurde nicht nur in den Duravit-Markenfarben blau und grau gestaltet, sondern durch besondere Lichteffekte in Szene gesetzt. So erstrahlt die Verbindungsbrücke nachts in magischem Blau und schimmert zusammen mit einer Fensterfront des Lagers effektvoll durch die Nacht. Das Acherner Logistikzentrum wird so selbst zum Designobjekt.
Bildergalerie und eine kleine Chronoligie finden sie hier ›

« Zurück zur Übersicht